Beruf Klempner – Ausbildung Beruf

Klempner bearbeiten Bleche. In manchen Teilen Deutschlands werden Klempner auch Spengler oder Flaschner genannt. Michael Amrehn und Marcel Fenn sind beide im zweite Lehrjahr. Ihr Ausbildungsmeister Heiko Baume zeigt ihnen, wie Sie einen Draufanschluss, also den Übergang von einem Blechdach zur Dachrinne herstellen. Durch geschicktes klemmen und Kanten entsteht eine regendichte Verbindung.

Berliner UnternehmenDazu müssen sie ja exakt arbeiten damit am Ende alle Teile zusammenpassen. Als Werkzeuge benutzen sie zahlreiche Pfalz- und Spannzangen, verschiedene Hämmer und Blechschären. Am besten ist die Vielfältigkeit z. B. wenn man als gelernt hat, dass man vielleicht auch mal auf Montage kann, andere Länder sieht und so. Die Abwechslung und an der freien Luft in der Natur zu sein.

Als Klempner braucht man nicht nur handwerkliches Geschick. Kreativität sollte man mitbringen. Bisschen Vorstellungsvermögen, sollte sich mit geometrischen Figuren auskennen oder was damit anfangen zu wissen. Das würde schon reichen. Das andere, die Bearbeitung, das lernt man bei uns.

Benötigte Fähigkeiten

Klempner brauchen räumliches Vorstellungsvermögen und müssen Pläne lesen können. Hier sind die dreidimensionalen Bauteile zweidimensional aufgezeichnet. Klempner müssen mit zahlreichen Maschinen arbeiten, etwa der Segmentkantbank. Doch Vorsicht mein Umgang mit scharfen Blechen und den Werkzeugen, man kann sich ja verletzen.
Diese Fähigkeiten sind gefragt:

– handwerkliches Geschick
– räumliches Vorstellungsvermögen
– Mathematik
– keine Höhenangst
Entwerfen, Anzeichen, umsetzen. Die Firma Lummel in Karlstadt am Main hat sich auf Fassadenbau spezialisiert. Hier steht ein Aluminium Abschlussblech für das Flachdach eines Industriegebäudes.

Jedes Stück ist Handarbeit und doch sollen sich die Bauteile gleichen, wie ein Ei dem anderen. Klempner gehen auch selbst auf die Baustelle und montieren dort die Bleche, die sie vorher in der Werkstatt gefertigt haben. Klempner verdienen für Bauberufe etwa durchschnittlich.

Philipp Heid ist schon im dritten Lehrjahr. Er freut sich auf die Montagearbeiten auch, wenn er da oft die ganze Woche auf der Baustelle verbringt und abends nicht nachhause kommt, denn es gibt Zulagen. Das Geld ist ja halt interessant bei der Montage und so lange man jedes Wochenende nachhause geht, alle zwei Wochenenden, ist ja in Ordnung. Das lässt sich aushalten.

Und Philipp kommt tatsächlich viel herum, denn sein Chef arbeitet mit berühmten Architekten zusammen und verschönert bekannte Gebäude weltweit. Klempner stellen Bedachungen und Fassaden her und verarbeiten verschiedene Werkstoffe, etwa Kupfer, Zink, Blech und wie hier Edelstahl. Dieses Flachdach soll wasserdicht werden. D.h., die Klempner müssen die Edelstahlbleche mit einem Spezialgerät verschweißen.

In der staatlichen Berufsschule in Miltenberg treffen sich die Klempner-Azubis aus ganz Unterfranken zum Blockunterricht. Kevin und Tim sind beide im dritten Lehrjahr. Sie messen den Stromfluss an einer Fotovoltaikanlage. Solche Sonnenstromanlagen werden immer häufiger in Fassaden und Dächer integriert, also müssen sich auch Klempner damit auskennen. Am Zeichentisch geht es darum, die Vorlagen zu erstellen nach den später die Bleche ausgeschnitten werden. Konstruktionen am Computer werden auch für Klempner immer wichtiger.

Ausbildung zum Klempner

Materialkunde mit Studiendirektor Peter Hennig. Doch Materialkenntnis allein reicht heute nicht mehr aus. Es geht darum, dass zwischen Hauswand und Blech eine Isolierung angebracht wird. Das eine Dampfsperre in Form einer Folie eingebaut werden kann.

Dafür ist der Spengler ebenfalls zuständig.

Die Ausbildungsinhalte:
– bearbeiten von Blechen und Profilen
– Löt- und Schweißtechnik
– Dachflächen abdichten
– Fassaden dämmen und verkleiden

Peter Grieb lernt im ersten Lehrjahr. Mit einem Vakuumsauger hebt er die Blechblätter an und positioniert sie auf einer Plasmaschneidanlage. Die Firma Neuberger in Amorbach am Main hat sich auf den Bau von Lüftungsrohren spezialisiert.

Der Geselle Alex Kuhn erklärt Peter das Gerät, das vollautomatisch und materialsparend die Bauteile ausschneidet. Wie ein elektrischer Schweißbrenner schmilzt die Anlage das Blech. Mit den ausgeschnittenen Bauteilen für den Lüftungsbogen kommt Peter zum Gesellen Christian Werner zum Falzen und Bördeln.